Werbung
Ernährung

Deshalb sollten Sie nicht zu viel Purin verzehren

Von Pia Scheiblhuber 10. Oktober 2021
Credit: Pexels
W

Wer auf eine besonders eiweißreiche Ernährung umsteigt, wird sich früher oder später mit Purin auseinandersetzen müssen. Denn viele proteinreiche Nahrungsmittel verfügen über einen hohen Puringehalt. eternal beauty erklärt, wieso dies ein Problem darstellen kann und worauf Sie achten sollten, wenn Sie eine purinarme Kost zusammenstellen möchten.

Purin wird auch vom Körper produziert

Purin kommt in den Zellen lebender Organismen als wichtiger Teil des Erbmaterials vor. Der Körper produziert also selbst Purin, nimmt es aber auch über die Nahrung auf. Das aufgenommene oder aus absterbenden Zellen austretende Purin wird im Körper zu Harnsäure, reichert sich im Blut an und wird über Niere oder Darm wieder ausgeschieden. Im Normalfall soll der Harnsäurewert zwischen 2 und 6 mg pro Deziliter Blut liegen. Ist der Wert jedoch erhöht, führt dies schlimmstenfalls zu einer Gichterkrankung.

Zu viel Purin bedeutet Ablagerungen an Gelenken

Menschen mit Gicht – einer oft durch erbliche Veranlagung auftretende Störung des Harnsäurestoffwechsels – sollten daher besonders auf eine purinarme Ernährung achten. Ab 6,5mg pro Deziliter Blut kann sich die Harnsäure nämlich nicht mehr lösen, sie kristallisiert stattdessen und sammelt sich u.a. in Gelenkkapseln und der Niere an. Diese Ablagerungen verursachen schmerzhafte Gichtknoten.

Lebensmittel und deren Puringehalt

Auch zur Vorbeugung und Verhinderung einer Gichterkrankung sollten Sie Ihren Harnsäurewert im Blick behalten. Wenn Sie aber auf folgende Dinge in Ihrer Ernährung achten, dürfte es zu keiner gesundheitlichen Gefahr durch Purin kommen:

  • Essen Sie viel Obst und Gemüse, da es sich hierbei um purinarme Lebensmittel handelt. Ein paar Ausnahmen gibt es jedoch: Rosenkohl, Spargel und Spinat verfügen über einen hohen Purinwert. Zu beachten ist aber in diesem Zusammenhang, dass sich der Purinwert durch die Zubereitungsart reguliert. Durch das Kochen können Purine ausgespült werden, was bedeutet, dass gekochter Rosenkohl weniger Purin enthält als roher, da er beim Kochen Purine ans Kochwasser abgibt.
  • Kartoffeln, Nüsse, Milchprodukte und Eier können Sie im Hinblick auf Purin bedenkenlos verzehren.
  • Fleisch, Wurst, Fisch und Krustentiere gehören zur Kategorie der Lebensmittel mit hohem Puringehalt. Vor allem Innereien und die Haut von Geflügel sollten Sie vermeiden.
  • Aber auch Veganer haben Grund, Ihren Harnsäurewert unter die Lupe zu nehmen. Denn in Hülsen- und Trockenfrüchten sowie in Sojaprodukten steckt eine große Menge Purin.
  • Alkoholische Getränke, allen voran Bier, enthalten erhöhte Purinmengen. Am besten schränken Sie also den Verzehr von Alkohol etwas ein.

Goldene Regel: Viel Gemüse, wenig Fleisch

Diese Ratschläge münden letztendlich wieder einmal in die goldenen Regeln eines gesunden Ernährungsstils. Eine vollwertige, abwechslungsreiche Kost mit viel frischem Obst und Gemüse und ein gemäßigter Fleischverzehr macht eine kluge Ernährungsweise aus. Und kann Sie vor einer Gichterkrankung bewahren.

Werbung