Minimal Invasiv

Trend: Clean Injectables

Credit: Stocksy

Faltenfreie Haut und volle Lippen – Filler erfreuen sich großer Beliebtheit bei Frau und Mann. Im Jahr 2018 war eine Faltenunterspritzung mit Fillern der beliebteste minimal-invasive Eingriff. Gleich darauf folgt die Behandlung mit Botox. Der neue Trend in Sachen Ästhetik: Clean Injectables. Was Sie darüber wissen müssen, lesen Sie hier. 

Filler gehören inzwischen zu den beliebtesten kosmetischen Behandlungen. Funktionsprinzip: Sie werden in die Haut injiziert und sollen diese anheben und auffüllen. Während Botox ein Nervengift ist, gibt es auch biologische Filler, die der eigene Körper problemlos wieder abbauen kann. Für oberflächliche Fältchen wird beispielsweise hauptsächlich Kollagen benutzt, das ganz natürlich im menschlichen Körper vorkommt. Unter der Haut hält es mindestens drei Monate, allerdings kommt es immer wieder zu teils starken allergischen Reaktionen, weshalb der Füllstoff an Beliebtheit verloren hat. Der Nachfolger war Hyaluronsäure. Auch sie ist natürlich in unserer Haut zu finden und erzeugt in der Regel weniger Allergien. Wie auch bei Kollagen, hält der anhebende Effekt für mindestens drei Monate. Neben Hyaluronsäure wird auch Poly-Milchsäure verwendet, um feine Linien und Falten zu glätten. Dieser körpereigene Stoff ist ebenfalls gut verträglich, bleibt aber im Gegensatz zu Hyaluron bis zu zwei Jahre erhalten. Dafür ist das Ergebnis nicht direkt nach der Behandlung sichtbar. Auch Eigenfett bietet eine Möglichkeit, die Haut anzuheben. Der große Vorteil ist, dass allergische Reaktionen hier beinahe ausgeschlossen sind. Dies hat allerdings seinen Preis, da die Fettzellen in einem separaten Eingriff zuerst gewonnen werden müssen, bevor sie als Füllstoff eingesetzt werden können. Was sind Clean Injectables aber eigentlich genau?

Clean Injectables

Der Begriff „Clean“ an sich, ist der Kosmetik entlehnt. Damit werden hauptsächlich tierversuchsfreie Produkte ohne bedenkliche Inhaltsstoffe kategorisiert. Ein steigendes Bewusstsein darüber, wie wir unsere Körper pflegen, findet sich aber auch in der Ästhetischen Chirurgie. Weil körperfremde Stoffe für viele Menschen als Filler nicht infrage kommen, entstanden Clean Injectables – damit sind biologische bzw. körpereigene Füllstoffe gemeint, die nur wenige Fremdproteine und Konservierungsstoffe enthalten.

Das Neueste auf dem Markt

Die neuesten Clean Injectables auf dem Markt sind wohl das Neurotoxin „Xeomin“ und der „RHA Collection Filler“ von Revance. „Xeomin“ dürfte vor allem durch sein prominentes Werbegesicht auf sich aufmerksam machen: Gwyneth Paltrow. Der Hollywoodstar wirbt für das „nackte Botox“, das als softere Version des Klassikers daherkommt. Der Füllstoff verfügt über einen geringeren Fremdproteingehalt, der oft als Grund für das Fehlschlagen einer Behandlung genannt wird. Das Risiko für das Bilden von Antikörpern wird dadurch ebenfalls minimiert. Es ist und bleibt zwar ein Toxin, aber in einer reineren Form. Dagegen basiert der „RHA Collection Filler“ auf Hyaluronsäure. Aber auch hier in verbesserter Version: er ahmt die natürlich vorkommende Hyaluronsäure effektiver nach und enthält weniger Zusatzstoffe. Die elastischen Gele sollen sich besser der Gesichtsmimik anpassen, wovon man sich einen natürlicheren Look verspricht. Letztendlich gibt es viele verschiedene „cleane“ Alternativen auf dem Markt. Welche für Sie die Richtige ist, sollten Sie nach einem ausführlichen Beratungsgespräch mit Ihrem behandelnden Arzt entscheiden. 

Von:
eternal Beauty Redaktion
21. Dezember 2020