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Health & Spa

So beugen Sie Faszienverklebungen vor

Von Pia Scheiblhuber 20. Mai 2021
Credit: Pexels
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Kaum ein paar Millimeter dick und doch so ausschlaggebend für unser Wohlbefinden: Faszien durchziehen unseren gesamten Körper und schützen Organe und Muskeln. Doch Verklebungen der Faszien können zu chronischen Schmerzen und Verspannungen führen. Mit gezielten Übungen und der richtigen Ernährung, können Sie einer Faszienverklebung entgegenwirken.

Faszien erfüllen diverse Funktionen

Faszien sind bindegewebsartige Strukturen, die Muskeln, Knochen und Organe umhüllen. Sie bestehen aus Kollagenfasern, Wasser und Klebstoffen. Als dünne, elastische Schicht, die den gesamten Körper netzartige durchzieht, erfüllen die Faszien eine lange Zeit unterschätzte Schutzfunktion: Sie fungieren u.a. als Wasserspeicher, unterstützen die Kraftübertragung von Muskel zu Muskel und helfen beim Abtransport von Stoffwechselprodukten.

Wasserhaushalt ausschlaggebend

Der Zustand der Faszien nimmt in der Regel mit zunehmendem Alter ab. Die abnehmende Wasserspeicherfähigkeit im Körpers lässt die Faszien verkleben. Doch auch die Faszien junger Menschen können durch zu geringe Flüssigkeitszufuhr verkleben. Der Wasserhaushalt ist aber nicht der einzige Risikofaktor für verklebte Faszien: Vor allem Bewegungsmangel oder Körperfehlhaltungen können zur Faszienverklebung führen. Die Faszien müssen stets geschmeidig gehalten werden, sonst wird der Lymphfluss blockiert, der für den Abtransport des köpereigenen Klebstoffs entscheidend ist.

Verhindern Sie Stress und säurebildende Lebensmittel

Auch Stress wirkt sich negativ auf die Faszien aus und setzt sie in Dauerspannung. Zudem gefährdet eine säureüberschüssige Ernährung eine Faszienverklebung. Der Zustand der Faszien kann somit als Spiegel des allgemeinen Wohlbefindens interpretiert werden. Faszienverklebungen äußern sich in Schmerzen, Verspannungen und schwindende Flexibilität. Das Verletzungsrisiko schnellt in die Höhe. Faszien können aber durch spezifisches Training wieder flexibler gemacht werden.

  • Faszienrollen kommen zum Einsatz, um den Flüssigkeitsaustausch im Körper zu unterstützen. Mit der noppeligen Rolle bearbeiten Sie Beine, Rücken und Po. Für Schulter und Arme eignet sich ein Tennisball. Langsam und sanft sollten Sie mit dem Training beginnen, um das Bindegewebe an die Belastungsreize zu gewöhnen. Es ist normal, dass zufriedenstellende Ergebnisse Monate in Anspruch nehmen.
  • Ganz ohne Hilfsgeräte aber mindestens so effektiv ist Dehnen. Tasten Sie sich auch hier behutsam an die gewünschte Dehnhaltung heran. Das Stretchen hilft, die Flexibilität der Faszien zurückzugewinnen und somit den Nährstoffaustausch anzukurbeln. Federnde Übungen und Springen eignen sich als perfekte Ergänzung dieses Faszientrainings.
  • Wenn Sie sich in professionelle Behandlung begeben, wird der Physiotherapeut oder Osteopath das sogenannte Rolfing oder Fasziendistorsionsmodell durchführen. Durch präzise Handgriffe und Massagen, sollen die Faszien gelöst werden.

Proteinreiche und basische Ernährung vorteilhaft

Nicht zuletzt spielt die richtige Ernährung eine wichtige Rolle: eiweißreich (z.B. Hülsenfrüchte, Fisch, Nüsse) und basenüberschüssig (so wenig verarbeitet Lebensmittel wie Milchprodukte, Backwaren sowie Fertiggerichte wie möglich) ist optimal, um die Funktionsfähigkeit des Bindegewebes und damit der Faszien zu unterstützen.

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