Face

Otoplastik: Trendeingriffe am Ohr

Credit: Stocksy

Seitdem das Tragen von Schutzmasken zu unserem Alltag gehört, hat die Anzahl von kosmetischen Eingriffen am Ohr zugenommen. Neben einer regulären Otoplastik gibt es aber auch noch andere Verfahren, um das Aussehen der Ohren zu optimieren. 

Eine Otoplastik oder Ohrenkorrektur dient zur Behandlung von Fehlbildungen am Ohr. Oft wird ein solcher Eingriff bereits im Kindesalter durchgeführt, weil unsere Ohren bereits nach vier Jahren ausgewachsen sind. Ziel einer möglichst frühen Operation ist es psychische Probleme und Minderwertigkeitskomplexe vorzubeugen – denn Fakt ist, dass abstehende Ohren oft ein Grund für Mobbing sind. Eine Otoplastik kann aber auch bei Erwachsenen vorgenommen werden, die beispielsweise erst jetzt durch das tägliche Tragen von Schutzmasken eine Unzufriedenheit mit dem Aussehen Ihrer Ohren festgestellt haben. 

So läuft eine Otoplastik ab

Vorbereitend ist es wichtig, dass keine blutverdünnenden Medikamente eingenommen werden und dass der Konsum von Alkohol und Nikotin reduziert wird. Während der Eingriff bei Kindern in der Regel stationär und unter Vollnarkose durchgeführt wird, können Erwachsene sich auch ambulant mit einer lokalen Betäubung behandeln lassen. Die Dauer der Operation erstreckt sich in den meisten Fällen über einen Zeitraum von ein bis zwei Stunden. Dabei wird der Ohrenmuschelknorpel von der Rückseite entweder durch einen Hautschnitt freigelegt und mit einer Feile geformt oder eine Spezialfeile wird direkt mittels eines kleinen Schnittes eingeführt, sodass der Knorpel intern geformt werden kann. Der Knorpel wird abschließend mit transparenten Nähten fixiert. Pflaster und ein Mützenverband müssen die ersten Tage nach der Operation getragen werden. Und auch wenn nur ein Ohr fehlgebildet ist, sollte eine Otoplastik immer an beiden Ohren durchgeführt werden, um ein gleichmäßiges Endresultat zu gewährleisten. 

Trendeingriffe: Ohrläppchenreduktion und Filler 

Während eine Fehlstellung der Ohren angeboren ist, können sich aber auch mit zunehmendem Alter neue Probleme entwickeln: unsere Ohrläppchen neigen dazu auszudünnen, schlaff nach unten zu hängen und faltig zu werden. Oft ergibt sich daraus eine Unsicherheit – das prominenteste Beispiel für so einen Fall ist wohl Kris Jenner, die sich einer Ohrläppchenreduktion unterzogen hat. Ein solcher Eingriff lässt sich schnell mit lokaler Betäubung durchführen, da das überschüssige Gewebe durch eine einfache Exzision entfernt wird. Und wenn es nur ein kleines Anti-Aging Treatment sein soll, sind Filler genau das richtige! Seien wir mal ehrlich – cremen sie regelmäßig Ihre Ohrläppchen ein? Wahrscheinlich nicht, aber eine kleine Injektion mit Hyaluronsäure wirkt verjüngend und gibt verlorengegangenes Volumen zurück. Hört sich erstmal absurd an, aber tatsächlich hat dieser kleine Eingriff einen großen Effekt. Ohrringe tragen kann endlich wieder Spaß machen! 

Von:
Patrick Vogel
1. Januar 2021