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Kosmetische und plastische Chirurgie: Der Unterschied

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Vielen denken bei den Begriffen kosmetische und plastische Chirurgie oft an ein und dasselbe. Dabei handelt es sich um zwei grundlegend unterschiedliche chirurgische Disziplinen. Wir erklären, wo genau der Unterschied liegt und auf was Sie als Patient besonders achten sollten. 

Plastische Chirurgie

Plastische Chirurgie erfüllt den Zweck, bestimmte Stellen des Körpers zu korrigieren, die nicht richtig funktionieren, wie beispielsweise die Funktionalität von Organen. Auch angeborene Fehlbildungen und deformierte Körperteile können dank der plastischen Chirurgie wiederhergestellt werden. Einer der häufigsten Operationen sind Narbenkorrekturen und Brustrekonstruktionen nach Brustkrebs.

Kosmetische Chirurgie

Das Hauptaugenmerk der kosmetischen Chirurgie liegt auf dem Aspekt der Schönheit, denn Patient:innen sind oft unzufrieden mit Ihrem Aussehen und erhoffen sich durch eine Operation mehr Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen. Mit einer gezielten Operation kann das Aussehen subjektiv verbessert werden und Symmetrien und Proportionen ausgeglichen werden. Dieser Zweig der Medizin ist auch unter dem Begriff der „Schönheitschirurgie“, oder auch der ästhetisch-plastischen Chirurgie bekannt. Operationen, wie Straffungen des Körpers und nicht-invasive Verfahren mit Botox und Fillern mit Hyaluronsäure oder Eigenfettbehandlungen werden häufig durchgeführt. 

Auswahl des behandelnden Chirurgen

Der Begriff „Schönheitschirurgie“ ist zwar einer der meist genutzten in diesem Bereich, aber bei der Wahl des Arztes sollten Sie dennoch viel Wert auf Qualifikationen legen, denn der Begriff „Schönheitschirurg“ ist in Deutschland kein geschützter Begriff. Jeder zertifizierte Arzt, mit Ausnahme vom Zahnarzt darf diesen Titel tragen. Um nicht auf Trittbrettfahrer zu gelangen, sollten Sie deshalb auf die Bezeichnung „Facharzt für plastische/ästhetische Chirurgie“ achten. Für diese braucht es in Deutschland nach dem Medizinstudium eine sechsjährige oder längere Fachausbildung. Außerdem muss der Arzt eine Facharztprüfung bei der Ärztekammer absolvieren. Bei der Wahl des Arztes sollten Sie zudem darauf achten, dass der Arzt auf dem von Ihnen gewünschten Gebiet spezialisiert ist und über mehrere Fort- und Weiterbildungen verfügt. Auch ein ausführliches Anamnese Gespräch mit dem behandelnden Arzt sollte immer geführt werden. 

Von:
Online Redaktion
10. März 2021