Glossar

„B“ wie Botox

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Eine Behandlung mit Botox ist eine der bekanntesten und beliebtesten Eingriffe der ästhetischen Chirurgie. Das Gift Botulinumtoxin, kurz Botox, ist das stärkste der bekannten Nervengifte. Es wird von dem Bakterium Clostridium abgesondert. Die bei der Einnahme des Gifts eintretende Nervenstörung äußert sich in der Form einer Lähmung der Atmung und Muskeln. Dies nennt man Botulismus.

Starkes Nervengift

In der Schönheitschirurgie hat man sich den lähmenden Effekt von Botulinumtoxin zu Nutzen gemacht. Das Nervengift wird bei Eingriffen in einer mikroskopischen Dosis in die Haut gespritzt. In Deutschland wird meist Botulinumtoxin A, eines der sieben Serotypen des Gifts, verwendet. Es zeichnet sich dadurch aus, dass es die längste und stärkste Wirkung der verschiedenen Serotypen aufweist. Das Gift hemmt die Ausschüttung des Botenstoffs Acetylcholin, der das Signal für die Kontraktion eines Muskels sendet. Dieser Effekt ist permanent und lässt bei einer Botoxinjektion erst nach etwa drei bis sechs Monaten nach.

Faltenglättung

Durch das gezielte Spritzen von Botox in bestimmte Bereiche des Gesichts können Falten sichtbar geglättet werden. Eine Narkose ist bei einem solchen Eingriff nicht erforderlich. Die richtige Aftercare nach einer Botoxinjektion ist aber entscheidend für einen beschleunigten Heilungsprozess der umliegenden Haut und ein ästhetisches Ergebnis. Auch bei Menschen, die an Depressionen leiden, kann eine Behandlung mit Botox einen nachweislich positiven Effekt erzielen.

Beliebte Anwendung

Nicht- und minimalinvasive Eingriffe erfreuen sich nach den Erhebungen der DGÄPC steigender Beliebtheit. Im Vergleich zu 2018/19 stiegen die Anteile von minimalinvasiven Behandlungen 2019/20 von 44,5% auf 63,7% aller Schönheitsbehandlungen. Auch die Faltenunterspritzung mit Botox ist nach wie vor eine der beliebtesten Eingriffe in Deutschland. Bei den unter 30-jährigen ist eine Botulinumbehandlung mit 20,5% aller Eingriffe im Jahr 2019/20 die zweitbeliebteste Schönheitheitsbehandlung. Bei Männern aller Altersklassen belegt die Behandlung mit 17,9% sogar Platz 1.

Von:
Julia Dickob
21. November 2020
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