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Glossar

„R“ wie Rhinoplastik

Von Patrick Vogel 13. Dezember 2020
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Eine Rhinoplastik ist eine ästhetische, operative Korrektur der Nase. Liegt auch eine funktionelle Störung vor, die behandelt werden soll, spricht man von einer Septorhinoplastik.

Laut einer Patientenbefragung der Deutschen Gesellschaft für Ästhetisch-Plastische Chirurgie (DGÄPC) waren 2,8 Prozent aller ästhetisch-plastischen Eingriffe, die 2019 durchgerührt wurden, eine Rhinoplastik. Der komplexe Eingriff entsprang in seiner Ursprungsidee aber nicht der modernen Medizin – tatsächlich lassen sich jahrtausendealte Operationstechniken für die Nase schon im frühen Asien finden.

Gründe für eine Rhinoplastik

Es gibt verschiedene Beweggründe für den Wunsch nach einer Rhinoplastik: weil die Nase mittig im Gesicht liegt, werden Fehlstellungen schnell als störend empfunden. Auch die Form und Größe einer Nase entspricht manchmal nicht der eigenen Traumvorstellung. Neben diesen ästhetischen Gründen, gibt es aber auch funktionelle Störungen, die mit einer Nasenkorrektur behandelt werden sollten. Dazu gehört beispielsweise eine schiefe Nasenscheidenwand oder nächtliches Schnarchen.

So läuft der Eingriff ab

Vor dem eigentlichen operativen Eingriff stehen immer mehrere Beratungstermine. Gerade wenn Sie unter chronischen Beschwerden leiden, ist eine ausführliche HNO-Untersuchung ein Muss. Während der Vorgespräche können Sie alle offenen Fragen klären und oft können mit einem Foto von Ihnen und einer Computersimulation schon verschiedene Nasen ausprobiert werden. Jede Rhinoplastik ist einzigartig und muss deshalb genau an den Patienten oder die Patientin angepasst sein. Dies erfordert ein hohes Maß an Erfahrung vom Operateur.

Je nach gewünschtem Endergebnis wird entweder eine geschlossene oder offene Rhinoplastik durchgeführt. Bei der geschlossenen Korrektur finden alle Schnitte im Naseninneren statt, somit entstehen keine sichtbaren Narben. In erster Linie werden mit diesem Eingriff Knorpel- und Knochenstrukturen neu modelliert. Für größere Veränderungen nutzt man die Methode der offenen Rhinoplastik. Mit einem kleinen Schnitt am Nasensteg kann man die Haut um die Nasenspitze und an den Nasenflügeln anheben. Besonders wenn das Innere der Nase besser sichtbar sein muss, ist dieser Ansatz ideal. Weil die Schnitte so fein sind, ist auch nach einer offenen Rhinoplastik das Risiko für Narben sehr gering. Preislich liegt man etwa zwischen 4.000 und 8.000 Euro.

Was Sie bei der Nachsorge beachten müssen

Eine Rhinoplastik findet unter Vollnarkose statt und ist gegebenenfalls mit einem Klinikaufenthalt von ein bis drei Tagen verbunden. Die Schmerzen halten sich im Rahmen und sollten nach etwa zwei Tagen vergehen. Oft kommt es zu Hämatomen und Schwellungen im Gesicht, die jedoch auch relativ schnell wieder abklingen. Sollte es aber zu Nasenblutungen kommen, muss unbedingt Ihr Facharzt hinzugezogen werden. Zunächst wird die operierte Nase durch einen Schienen- und danach durch einen Tape-Verband geschützt. Das Fadenziehen bleibt Ihnen aber erübrigt, weil in den meisten Fällen selbstauflösende Fäden verwendet werden. Auf Sport, Sauna und Co. müssen sie bis zu 12 Wochen verzichten.

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