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Hormonelles Ungleichgewicht erkennen

Credit: Unsplash

Hormone spielen eine entscheidende Rolle in unserem Körper, da sie eine breite Palette von Funktionen regulieren, einschließlich des Stoffwechsels, des Wachstums und der Fortpflanzung. Ein hormonelles Ungleichgewicht kann erhebliche Auswirkungen auf die körperliche und emotionale Gesundheit haben. Daher ist es wichtig, die Anzeichen und Symptome zu erkennen, die auf eine Dysbalance hinweisen können.

Unregelmäßige Menstruationszyklen

Ein häufiges Anzeichen eines hormonellen Ungleichgewichts sind unregelmäßige Menstruationszyklen. Dies kann sich in Form von verlängerten, verkürzten oder fehlenden Perioden äußern. Hormonelle Veränderungen können den normalen Menstruationszyklus beeinflussen, was oft auf Probleme in Bezug auf Östrogen und Progesteron hinweist.

Gewichtsveränderungen

Hormonelle Veränderungen können zu unerklärlichen Gewichtszunahmen oder -verlusten führen. Insbesondere ein niedriger Schilddrüsenhormonspiegel kann den Stoffwechsel verlangsamen und Gewichtszunahme verursachen, während ein Überschuss an Cortisol, auch als Stresshormon bekannt, Fettansammlung im Bauchbereich begünstigen kann.

Hautprobleme

Auch Hautprobleme wie Akne, trockene Haut oder vermehrtes Haarwachstum können auf hormonelle Ungleichgewichte hinweisen. Diese Symptome können von einem Überschuss an Androgenen, männlichen Hormonen, verursacht werden.

Schlafstörungen

Schwankungen in Hormonen wie Östrogen und Progesteron können auch den Schlaf beeinflussen. Besonders in den Wechseljahren kommen Schlafprobleme aufgrund von hormonellen Veränderungen häufig vor.

Stimmungsschwankungen

Hormonelle Veränderungen können sich auf die Stimmung auswirken und zu Reizbarkeit, Depressionen und Angstzuständen führen. Dies ist etwa beim prämenstruellem Syndrom (PMS) und postpartalen Depressionen der Fall.

Veränderungen im Sexualtrieb

Ein niedriger Testosteronspiegel führt nicht selten zu sexuellen Schwierigkeiten. Dies kann sich in Form von erektiler Dysfunktion, vermindertem sexuellen Verlangen, Problemen mit der Ejakulation und vaginaler Trockenheit äußern.

Haarausfall

Ein Überschuss an Dihydrotestosteron (DHT) kann Haarausfall verursachen.

Verdauungsprobleme:

Hormonelle Veränderungen können auch den Verdauungstrakt beeinflussen, was zu Verstopfung oder Durchfall führen kann. Das Reizdarmsyndrom wird oft mit hormonellen Faktoren in Verbindung gebracht.

Müdigkeit und Energiemangel:

Ein niedriger Schilddrüsenhormonspiegel (Hypothyreose) kann chronische Müdigkeit und Energiemangel verursachen.

Hitzewallungen:

Hitzewallungen sind ein häufiges Symptom hormoneller Veränderungen, insbesondere in den Wechseljahren. Sie werden oft von starkem Schwitzen und Herzklopfen begleitet.

Mögliche Gründe für das Ungleichgewicht

Alterung: Eines der natürlichen Phänomene, das hormonelle Veränderungen hervorruft, ist das Altern. Mit zunehmendem Alter nehmen die Hormonspiegel, insbesondere von Geschlechtshormonen wie Testosteron und Östrogen, tendenziell ab. Dies kann zu altersbedingten hormonellen Ungleichgewichten führen.

Stress: Stress kann die Freisetzung von Hormonen wie Cortisol erhöhen. Besonders langanhaltender oder chronischer Stress können zu einem erhöhten Cortisolspiegel führen, was sich nachteilig auf andere Hormone und den gesamten Hormonhaushalt auswirken kann.

Schilddrüsenprobleme: Die Schilddrüse spielt eine wichtige Rolle bei der Regulation des Stoffwechsels, und sowohl ein zu niedriger Schilddrüsenhormonspiegel als auch ein hoher Schilddrüsenhormonspiegel können zu hormonellen Ungleichgewichten führen.

Krankheiten und Störungen: Bestimmte medizinische Bedingungen wie Diabetes, Polyzystisches Ovarsyndrom (PCOS), Nebennierenprobleme und Krebs können die Hormonproduktion und -regulation stören.

Lebensstilfaktoren: Unregelmäßige Ernährung, Schlafmangel, mangelnde körperliche Aktivität und Übergewicht können sich negativ auf den Hormonhaushalt auswirken.

Medikamente: Einige Medikamente können die Hormonproduktion und -regulation beeinflussen. Dazu gehören Steroide, Antidepressiva, Antibabypillen und andere hormonelle Verhütungsmittel.

Umweltgifte: Die Exposition gegenüber Umweltgiften wie Schwermetallen, Pestiziden und chemischen Verbindungen kann den Hormonhaushalt stören. Diese Chemikalien, die als endokrine Disruptoren bekannt sind, können die Hormonfunktion nachahmen oder blockieren.

Genetische Faktoren: Einige Menschen haben aufgrund genetischer Veranlagung ein erhöhtes Risiko für hormonelle Ungleichgewichte. In solchen Fällen können familiäre Vorbelastungen eine Rolle spielen.

Schwangerschaft und Menopause: Schwangerschaft und Menopause bringen erhebliche hormonelle Veränderungen mit sich, welche vorübergehende hormonelle Ungleichgewichte verursache können.

Tumore und andere Gesundheitszustände: Tumore in endokrinen Drüsen, wie der Hypophyse oder der Nebenniere, können zu hormonellen Ungleichgewichten führen. Darüber hinaus können bestimmte Autoimmunerkrankungen das endokrine System angreifen und stören.

Was tun bei hormonellem Ungleichgewicht?

Hormonelle Ungleichgewichte können sich auf vielfältige Weisen manifestieren. Wenn Sie eines oder mehrere der oben genannten Symptome bei sich bemerken und der Verdacht auf ein hormonelles Ungleichgewicht besteht, ist es ratsam, medizinische Hilfe in Anspruch zu nehmen. Ein/e Ärzt:in kann Hormontests durchführen, um festzustellen, ob ein Ungleichgewicht vorliegt, und entsprechende Behandlungsmöglichkeiten empfehlen.

Von:
Online Redaktion
27. Oktober 2023