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Fitness

Alles über das Konzept Primal Movements

Credit: unsplash

Unseren steinzeitlichen Vorfahren haben wir modernen Menschen einiges voraus — ausreichend Bewegung gehört jedoch nicht unbedingt dazu. Hier setzt das neue Bewegungskonzept Primal Movements an. Es will den Körper mit ganzheitlichen, an natürlichen Bewegungsmustern orientierten Übungen fordern und zurück zu seinen Ursprüngen bringen. eternal Beauty stellt das Workout vor. 

Zurück zu den Anfängen

Lifestyle-Konzepte wie die Paleo-Diät, die sich auf präkulturelle Zeiten zurückbesinnen, erfreuen sich immer größerem Zuspruch. In diese Riege reiht sich auch Primal Movements ein und wird dieses Jahr zu den Top-Fitnesstrends gezählt. Auch hier lautet die Devise „back to the roots“: Mit instinktiven, natürlichen Bewegungsformen soll modernen Zivilisationskrankheiten wie dem Tech-Neck, der Maushand und Rückenschmerzen vom Sitzen am Schreibtisch entgegengesteuert werden. Viel zu oft liegt der Fokus im Alltag und häufig auch im Fitnessstudio auf einseitigen Bewegungen, was dazu führt, dass der Körper nicht voll ausgelastet wird. In der Folge verkümmern bestimmte Muskeln. Beim Primal Movements Konzept hingegen soll unser Bewegungsapparat ganzheitlich gefordert werden.

Von Affen, Krebsen und Bären: So funktioniert das Workout

Vorbilder für die kreativen Übungen sind verschiedene Tiere und ihre Bewegungsarten. Entsprechend haben diese Namen wie Bear Planks, Crab Walks, Inchworms oder Monkey Hops. Zugleich können auch Basics wie Lunges und Squats Teil des Workouts sein, ebenso kommen animalische Elemente aus dem Yoga zum Einsatz — etwa die Kuh oder der herabschauende Hund. Eine besondere Rolle spielt auch die Bewegung im Vierfüßlerstand, das Krabbeln. Immerhin stellt dies die erste Phase des Laufenlernens und die Fortbewegungsart der meisten Tiere dar. 

Dem Workout voran steht immer ein Aufwärmen der Handgelenke, denn diese werden hier besonders stark beansprucht. Das Primal Movements Training ist sehr minimalistisch, häufig wird es barfüßig und ohne weiteres Equipment ausgeführt. Auch Gewichte sind eher zweitrangig, trainiert wird vor allem mit dem eigenen Körpergewicht. Bei all dem liegt der Schwerpunkt weniger auf Schnelligkeit, sondern viel mehr auf der korrekten Ausführung der Übungen. Die empfohlene Häufigkeit variiert: Zweimal die Woche für eine Stunde zu trainieren ist optimal, wer weniger Zeit hat, integriert die Übungen in sein Warm-Up.

Primal Movements: Spielerisch zu mehr Mobilität

Das Primal Movements-Training hält eine ganze Reihe Benefits bereit. Es verbessert die Mobilität und die Haltung auch über das Workout hinaus im Alltag. Auch die feinen Core-Muskeln kommen dabei auf ihre Kosten. Ebenso werden die Gelenke auf natürliche Weise beansprucht, doch nicht überbeansprucht. Zugleich fühlt sich das Training eher spielerisch an, was den Spaßfaktor und die Motivation erhöht. Letztendlich führt die erhöhte Mobilität und die Verwendung aller Muskelgruppen zu einer besseren Lebensqualität und Gesundheit. 

Nicht nur der Körper profitiert: Das Training erfordert Konzentration und die Anpassung an die Umgebung, wodurch auch das Gehirn geschult wird.  Laut einer vierwöchigen Studie von Human Movement Science soll das Workout die kognitiven Fähigkeiten verbessern und Menschen zu einem besseren Körpergefühl verhelfen.

Von:
Tamara Draisbach
14. Januar 2023