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Wellness

Alles im Einklang — Feng Shui fürs Badezimmer

Credit: Unsplash

Längst ist unser Badezimmer viel mehr als nur ein zweckmäßiger Waschraum. Es ist Rückzugsort, Wohlfühloase und Beautypalast — ungeachtet seiner Größe. Im Schnitt verbringen wir Deutschen darin mindestens 40 Minuten täglich. Entsprechend wichtig ist es, dass wir uns in unserem Wellnesstempel besonders wohl und ausgeglichen fühlen. Dabei kann die chinesische Harmonielehre Feng Shui helfen. eternal beauty zeigt, wie es geht.  

Lebensenergien harmonisieren

Feng Shui ist die chinesische Lehre der harmonischen Lebens- und Wohnraumgestaltung und eine jahrhundertealte Philosophie. Räume sollen bewusst und harmonisch genutzt werden, damit ihre Bewohner sich darin wohlfühlen und die Umgebung das Leben positiv beeinflusst.

Bedeutende Elemente der chinesischen Harmonielehre sind die Lebensenergie Chi (oder Qi) sowie die schöpferischen Grundprinzipien Yin und Yang. Letztere symbolisieren gegensätzliche Pole wie hell und dunkel, männlich und weiblich, warm und kalt, die sich nicht bekämpfen, sondern untereinander ergänzen. Beim Feng Shui geht es einerseits darum, das Gleichgewicht zwischen Yin und Yang herzustellen, andererseits darum, das Fließen des Chis positiv zu lenken. 

Die Lehre zur Wohnungsgestaltung soll dabei aber keine starren Regeln vorgeben, sondern richtet sich immer auch nach den individuellen Bedürfnissen und Eigenheiten der Bewohner. 

Das Badezimmer als Raum der Intimität und Geborgenheit

Das Bad ist mittlerweile mehr als nur eine hygienische Notwendigkeit. Es ist ein Ort für Wellness und Regeneration und neben dem Schlafzimmer der intimste und privateste im ganzen Haus. Die richtige Gestaltung kann die Lebensqualität erheblich steigern und dafür sorgen, dass wir besser in den Tag starten und ihn harmonisch wieder ausklingen lassen können. Im Bad sollten wir uns sicher und geschützt fühlen. Gleichzeitig gilt das Badezimmer im Feng Shui auch als ein Ort, an dem viel Energie durch die Öffnungen von Toilette, Waschbecken und Co. verloren gehen kann. Ebenso ist das Element des Wassers hier klar vorherrschend und bedarf gezielter Harmonisierung. 

Die richtige Lage

Für die Position des Bades sollte eine ruhige Gebäudeseite gewählt werden, an der keine Straße vorbeiführt, da dies ein besonders intimer Ort ist. Darüber hinaus sollte das Badezimmer sich nicht in der Mitte des Grundrisses befinden und möglichst weit weg von der Eingangstür. Daneben raten Experten davon ab, das Bad direkt neben dem Schlafzimmer zu positionieren. Hier besteht die Gefahr, dass sich die Energien des Reinigens und die des Erholens vermischen. Positive Energien aus dem Schlafzimmer können so außerdem durch die Rohre des Badezimmers entweichen. Wenn das Bad bereits neben dem Schlafzimmer liegt, sollte die Tür zumindest immer geschlossen bleiben. Auch ein Spiegel an der Außentür kann helfen, das Chi im Schlafzimmer zu halten. 

Farben

Für das Badezimmer als wasserdominierten Bereich gibt es ein paar Regeln in Bezug auf die Farbgestaltung. Verzichten sollte man beispielsweise auf Blautöne, die den Wasseraspekt verstärken, auf unruhige grelle Töne sowie auf Farben, die Feuer repräsentieren (Rot und Orange). Als Grundfarben eignen sich im Bad sanfte Nuancen von Weiß wie Creme oder Beige. Bei Accessoires bringen Grüntöne Harmonie und eine gewisse Frische in den Raum. Auch Erdfarben sind im Sinne der Feng Shui-Lehre.

Formen

Auch wenn Ecken und Kanten in einem modernen Designerbad für den gewissen Flair sorgen, rät das Feng Shui von spitzen Formen ab. Sowohl scharfkantige Badmöbel als auch eckige Accessoires wie Vasen, Mülleimer oder Zahnputzbecher hindern den Fluss de Chis. Es wird daher zu rundlichen Formen und weichen Übergängen geraten. Ein Bad, das bereits viele eckige Formen aufweist, kann mithilfe von Pflanzen und weichen Materialien wieder neutralisiert werden.

Materialien

Im Badezimmer ist das Element des Wassers besonders stark vertreten. Es sollte laut Feng Shui mit Holz wieder ausgeglichen werden. Auch das Element Metall lässt sich gut im Badezimmer einbringen. Während Holz für Wachstum und Leben steht, ist Metall sinnbildlich für Wohlstand. Daneben raten Experten, auch aus Hygienegründen, zu Emaille, Marmor oder Porzellan, das dem Badezimmer Noblesse verleiht. Handtücher und andere Stoffe dürfen gern besonders weich und kuschlig sein. 

Beleuchtung

In einem Badezimmer hat grelle Festbeleuchtung wenig verloren. Höchstens rund um den Spiegel, an dem man sich täglich zurechtmacht, darf es ein bisschen heller sein. Ansonsten raten Experten dazu, statt einer dominanten Deckenbeleuchtung lieber mehrere kleine Lichtinseln zu schaffen. Zum Schaumbad passt gedämmtes Licht oder Kerzenschein sowieso viel besser. Ein Badezimmerfenster bringt zusätzlich Helligkeit und Energie in den Raum. Hierbei sollten Sie aber darauf achten, die Fensterbank nicht vollzustellen, damit das Chi nicht blockiert wird. 

Spiegel

Spiegeln kommen in der Feng Shui-Lehre eine wichtige Aufgabe zu. Sie verstärken Energien, die auf sie treffen und können so das Chi durch den Raum lenken. Der Badezimmerspiegel sollte — auch da dieser besonders häufig genutzt wird — von hoher Qualität und frei von Verzerrungen sein. Ebenso sollte dieser keine scharfen, kantigen Formen haben. Auch seine Position ist entscheidend: Sie sollten keine zwei Spiegel gegenüber voneinander anbringen, ebensowenig sollte der Spiegel gegenüber einer Tür hängen. Im Idealfall ist er auf etwas Schönes gerichtet, statt auf die Toilette oder die Schmutzwäsche also zum Beispiel auf eine hübsche Pflanze oder edle Flakons. 

Ordnung

Ordnung und Sauberkeit sind im Bad allein aus hygienischen Gründen unabdingbar. Daneben können sie auch für die Harmonie des Raumes ausschlaggebend sein, denn Unordnung blockiert das Fließen der Energie. Damit praktische Utensilien nicht sofort alle Blicke auf sich ziehen, werden diese in geschlossenen Schränken verstaut. Auf offenen Regalen sollten sich höchstens hübsche Accessoires wie Vasen, Kerzen, Pflanzen oder hochwertige Handtücher befinden. Um sich von Überflüssigem zu befreien, sollte man außerdem hin und wieder die Badezimmerschränke ausmisten. Hier sammeln sich abgelaufene Kosmetika und andere Dinge an, die wir längst nicht mehr brauchen. 

Pflanzen

Pflanzen erfüllen im Feng Shui-Badezimmer gleich mehrere wichtige Aufgaben. Neben ihrer Fähigkeit, die Atmosphäre zu reinigen und für gute Luft zu sorgen, verstärken sie auch den Fluss des Chis. Nicht zu vergessen, dass sie dem Raum mehr Ästhetik verleihen — vor allem in toten Winkeln. Es sollten allerdings keine Plastikpflanzen sein. Überdies sollten Sie Pflanzen auswählen, die gut mit den besonderen Licht- und Temperaturbedingungen des Badezimmers zurechtkommen. Orchideen beispielsweise fühlen sich bei feuchtem Klima besonders wohl. Auch Efeu, Farn und Bambus bereichern das Badezimmer optisch und energetisch.

Noch mehr Tipps fürs Feng Shui-Badezimmer

  • Türen sollten im Feng Shui immer geschlossen werden, da hier sonst positive Energien entweichen. Dasselbe gilt für den Toilettendeckel. 
  • Einen tropfenden Wasserhahn sollten Sie im Bad nicht lange unrepariert lassen. Denn Wasser als Symbol des Glücks und des Wohlstands fließt hier wortwörtlich den Abfluss hinunter. 
  • Das Badezimmer gilt als Ort der Sicherheit und Intimität. Fenster sollten daher nicht direkt neben der Toilette, der Badewanne oder der Dusche angebracht sein. Auch von Glasregalen wird abgeraten. 
  • Der erste Blick beim Betreten des Badezimmers sollte idealerweise nicht sofort auf die Toilette fallen. Eine gezielt platzierte Pflanze kann diesen, wenn nötig, aber abfangen. 
  • Vor allem im Bad kommt es auf eine angenehme Luft an. Achten Sie hier auf eine gute Durchlüftung, wenn nötig mit einem Durchlüftungssystem und sorgen Sie mit Duftlampen oder Diffuser für einen angenehm frischen Geruch. 
Von:
Tamara Draisbach
12. März 2023