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Superfood

Urgetreide: Gesünder als Weizen?

Von Elma Placo 10. Juli 2021
Credit: Unsplash
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Pseudogetreide, Weizen und Co. haben das Urgetreide seit einigen Jahren verdrängt. Das hat aber nicht nur gesundheitliche Gründe, sondern folgt vor allem den aktuellen Trends, denn in alten Urgetreidesorten stecken mindestens genauso viele Vorteile. Wir klären auf, was Sie über das vergessene Getreide wissen sollten.

Was ist Urgetreide?

Schon vor 10.000 Jahren bauten die alten Griechen und die Pharaonen Urgetreide an. Allerdings wird es erst seit wenigen Jahren wieder im deutschsprachigen Raum angebaut. Zu den Sorten zählen unter anderem Einkorn, Emmer, Urroggen, Khorasan, Urgerste und Urdinkel.

Mineralstoffe und Spurenelemente

Im Vergleich zu Weizen ist das Urgetreide reicher an Mineralstoffen, wie Magnesium, Eisen und Kalium. Während beispielsweise Einkorn einem Kalziumgehalt von 40 Milligramm aufweist, sind es beim klassischen Brotweizen „nur“ rund 26 Milligramm. Im Vergleich zu modernen Getreidesorten liefern Urgetreide zudem mehr Antioxidantien und entzündungshemmende Wirkstoffe. Sie enthalten mehr B-Vitamine und mehr Vitamin E, was unser Immunsystem stärkt. Quinoa, Amaranth und Buchweizen sind dafür aber deutlich reicher an Proteinen. Weizen und Urgetreide liegen gleich auf.

Nachhaltigkeit

Anders als ihre Nachkommen sind Urgetreidesorten resistent und robust. Sie sind anspruchslos und gedeihen auf kargen, nährstoffarmen Böden. Zudem benötigen sie kaum künstliche Dünger oder Pflanzenschutzmittel, wodurch die besonders naturbelassen sind.

Exklusivität

Urgetreide wird heute nur von wenigen Landwirten in Deutschland angebaut. Deshalb ist jedes einzelne Korn kostbar und eine Packung Urgetreide relativ kostspielig. Ein Kilogramm Emmer kostet beispielsweise um die sechs Euro, während man herkömmliches Vollkorn Weizenmehl im Supermarkt für rund einen Euro bekommt. Der Preis hat aber auch seinen Wert. Urgetreide ist besonders aromatisch und nussig im Geschmack. Beim Backen entfaltet es einen buttrigen, weichen inneren Kern und eine knusprige Hülle. Eine gelungene Abwechslung zu herkömmlichem Weizengebäck.

Urgetreide und Gluten

Emmer, Einkorn und Co. enthalten zwar genauso viel Gluten wie ihre Nachkommen und sind deshalb nicht für Menschen, die an Zöliakie leiden, geeignet. Allerdings sollen die Gebäcke mit Urgetreidesorten dank ihrer längeren Teigführung für Menschen, die lediglich empfindlich auf Gluten reagieren, besser verträglich sein.

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