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Tattooentfernung: Die beliebtesten Methoden im Überblick

Credit: Stocksy

Eine Tattooentfernung ist meist weitaus aufwendiger und kostspieliger, als sich das Kunstwerk stechen zu lassen. Doch dank moderner Lasertechnikverfahren muss ein unliebsames Tattoo nicht für ewig bleiben.

Die Gründe für eine Entfernung können vielfältig sein: die Tätowierung gefällt nicht mehr, durch die Hautalterung entstanden unschöne Verzerrungen oder man verbindet negative Emotionen mit der Tinte unter der Haut. Zwar kommt manchmal auch ein Cover-Up infrage – das Tattoo wird bei dieser Methode überstochen – doch oft resultiert daraus ein noch größeres und dunkleres Motiv. Wer dies nicht als Option sieht kann über eine Tattooentfernung via Laser nachdenken.

Laserbehandlung zur Tattooentfernung

Häufig sind mehrere Schritte notwendig, da die Haut zwischen den einzelnen Behandlungsschritten immer wieder Zeit braucht, um sich zu erholen. Dafür werden meist etwa vier Wochen veranschlagt.

Die Anzahl der Sitzungen, und demnach auch die Kosten, sind von Tattoo zu Tattoo unterschiedlich. Größe und die verwendeten Farbpigmente bestimmen ebenfalls welche Methode zur Tattooentfernung geeignet ist. Auch der Hauttyp ist entscheidend. Gerade bei farbigen Tattoos kommen, je nach Intensität der Farbe und Art der Farbigkeit, unterschiedliche Lasertypen zum Einsatz. Bei dunklen Pigmenten, also etwa schwarzen, braunen, oder grünen Tätowierungen, wird der Rubin-Laser eingesetzt. Dunkle Farbpigmente lassen sich am besten entfernen. Rote oder orangene Pigmente können nur mittels Neodym-YAG-Laser entfernt werden. Gelbe oder violette Tinte kann nur sehr schwer entfernt werden.

Ablauf

Das Lasergerät wird zur Tattooentfernung langsam über die Haut geführt. Die hochenergetischen Lichtimpulse des Lasers dringen dabei in die Haut ein, ohne dass diese Schaden nimmt. Die Pigmente werden dann durch den Laserstrahl gespalten und verlieren so ihre Farbigkeit. Nach der Behandlung bilden sich auf der Haut kleine Krusten, die aber nach kurzer Zeit komplett abheilen.

Auf Wunsch kann aber eine leichte lokale Betäubung durchgeführt werden. Auch die Risiken von Nebenwirkungen oder Komplikationen während des Heilungsprozesses sind bei einer Laserbehandlung gering. Direkt danach kommt es häufig zu Rötungen und Schwellung der betroffenen Hautpartien, diese sind aber harmlos und klingen schnell ab.

Die Kosten variieren von Fall zu Fall stark. Ein kleines Tattoo kann schon ab etwa 100€ entfernt werden. Wenn aber ein großflächiges Tattoo in mehreren Sitzungen entfernt werden muss, können die Kosten auch bei 3.000€ liegen.

Exzision

Das Herausschneiden einer gesamten Hautpartie zur Tattooentfernung ist lediglich bei kleinen Tätowierungen möglich. Hier sollten Sie aber bedenken, dass dadurch teilweise auffällige Narben entstehen.

Dermabrasion

Anders als bei der Microdermabrasion, die für ein frisches Hautbild angewendet wird, ist die Dermabrasion, also das Abschleifen der Haut, ein invasiver, chirurgischer Eingriff. Früher wurde dieses Verfahren häufiger zur Tattooentfernung eingesetzt. Mit der Verbesserungen von Lasertechnologien wird das Abschleifen der Haut aber immer seltener. Die Methode auch nach dem Eingriff mit einem hohen Schmerzfaktor verbunden. Eine Dermabrasion zur Tattooentfernung findet deshalb nur unter Narkose statt. Auch das Risiko der Narbenbildung ist, verglichen mit der Laserbehandlung, sehr hoch.

Von:
Online Redaktion
14. Januar 2021