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Dental Care

RDA-Index: Das sagt er über die Zahnpasta aus

Von Pia Scheiblhuber 13. Juli 2021
Credit: Pexels
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Neben der Putztechnik und -dauer sind natürlich die Zahnbürste und die Zahnpasta ausschlaggebend für ein gutes Putzergebnis. Vor allem bei der Wahl der Zahnpasta stehen wir jedes Mal aufs Neue vor einer schwierigen Entscheidung. Denn bei der großen Auswahl im Drogeriemarkt fällt es nicht leicht, die richtige Zahnpasta zu finden. Auf welche Kriterien solle man denn genau achten? Ein wichtiges Indiz neben dem Flouridwert ist der RDA-Index.

RDA-Index gibt den Abrasionswert an

In Zahnpasten befinden sich Putzkörner, die den Schmutz von den Zähnen abreiben. Der RDA-Wert (Relative Dentin Abrasion) gibt an, wie groß und aggressiv diese Putzkörper sind. Somit ist der RDA-Index der Abrasionswert der Zahnpasta. Mithilfe dieses Werts können Sie herausfinden, wieviel Zahnsubstanz durch das Zähneputzen mit einer bestimmten Zahnpasta abgetragen wird. Je höher der RDA-Wert, desto mehr Zahnschmelz wird abgetragen und umso mehr kann die Zahnpasta den Zahn angreifen. Das heißt im Umkehrschluss: Die Zähne werden umso schonender behandelt, wenn der RDA-Index niedrig ist.

RDA-Index unter 70 empfehlenswert

RDA-Werte von 30 bis 80 sind am weitesten verbreitet. Es gibt aber auch Zahnpasten, die einen Abrasionswert von 100 oder sogar 200 haben. Diese werben oft mit Adjektiven wie „brillantweiß“ oder „extra white“. Um Ihre Zähne bestmöglich zu schonen, achten Sie darauf, dass der Wert stets unter 70 ist. Ein zu niedriger Abrasionswert (unter 20) kann hingegen dazu führen, dass die Zähne nicht ausreichend gereinigt werden. Wer empfindliches Zahnfleisch oder freiliegende Zahnhälse hat, sollte auf eine Zahnpasta mit einem RDA-Wert von höchstens 50 zurückgreifen. Beim Verwenden einer elektrischen Zahnbürste empfehlen Zahnärzte einen Wert unter 40, da diese Bürstenart automatisch intensiver schmirgelt als Handzahnbürsten.

Auch das Zahnputzverhalten ist ausschlaggebend

Auch Dauer und Häufigkeit des Zähneputzens sind ausschlaggebend für die Abtragung der Zahnsubstanz. Deshalb kann sich übertriebenes Zahnputz-Verhalten auch negativ auf die Zahngesundheit auswirken. Verwenden Sie zudem keine Zahnbürsten mit zu harten Borsten und wenden Sie nicht zu viel Kraft auf beim Putzen – verzichten Sie also am besten auf aggressives Schrubben. Eine gute Hilfe, um den richtigen Grad an Druckausübung während des Putzens zu finden, sind elektrische Zahnbürsten, die rot aufeuten, wenn der Druck zu stark wird.

RDA-Index muss von Herstellern nicht angegeben werden

Das Problem beim RDA-Index: Es ist nicht gesetzlich vorgeschrieben, den RDA-Wert auf der Zahnpasta-Verpackung anzugeben. Daher verschweigen die meisten Hersteller den Abrasionswert. Wenn er angegeben werden müsste und es ein größeres Bewusstsein in der Bevölkerung bezüglich dieses Wertes gäbe, dann würde es kaum mehr Zahnpasten mit einem Wert von mehr als 100 geben. Solange sich an dieser Sachlage nichts ändert, informieren Sie sich am besten im Internet, wo Sie in seriösen Portalen Übersichtstabellen zu Zahnpasten und deren RDA-Wert finden.

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