Minimal Invasiv

Für ein frisches Hautbild: Dermaplaning

Credit: Stocksy

Strahlende Haut und ein ebenmäßiger Teint – was wünscht man sich mehr? Doch auch mit den verschiedensten Essenzen, Seren und Cremes ist das oft nicht leicht erreichbar. Ein professionelles Facial kann hier große Fortschritte verzeichnen. Eine Option ist das Dermaplaning, ein Pflegetrend aus Japan.

Dermaplaning ist ein nicht invasives Facial, bei dem mit einem Skalpell über die Gesichtshaut gefahren wird. Dabei werden die unsichtbaren Härchen auf der Haut abrasiert und gleichzeitig werden auch abgestorbene Hautschüppchen gelöst. Durch das Entfernen des Gesichtshaars wird das Licht nicht mehr in den feinen Härchen, sondern erst auf der Haut gebrochen. Auch die oberste Hautschicht, die aus abgestorbenen Zellen besteh und ansonsten viel Sonnenlicht absorbiert, wird teilweise entfernt. Weil diese Schicht nach dem Dermaplaning dünner ist, wird ein größerer Teil des Lichts reflektiert und weniger absorbiert. Das Hautbild wirkt direkt strahlender und gesünder.

Positive Effekte

Doch das mechanische Peeling mit einem Skalpell ist nicht der einzige Grund, warum das Facial so effektiv ist. Durch das Abtragen der obersten Hautpartie werden die unteren Schichten besser mit Sauerstoff versorgt. Außerdem wird die Durchblutung durch den mechanischen Reiz angeregt. Dies führt dazu, dass die Zellerneuerung angeregt wird, was sich positiv auf die hauteigene Kollagen- und Elastinproduktion auswirkt. Auch die Absorption von pflegenden Inhaltsstoffen wird verbessert, da beispielsweise die Moleküle von Hyaluronsäure oder Vitamin A besser in die Haut aufgenommen werden können und sich nicht zuvor schon verlieren. Auch feine Fältchen werden auf diese Weise optisch etwas gemildert. Nach dem Peeling werden oft hocheffektive Seren auf die Haut gegeben, die nur dank des Dermaplanings ihre volle Wirkkraft entfalten.

Alternativen zum Dermaplaning

Doch Dermaplaning ist nicht für jeden die richtige Behandlung. Gerade bei Menschen mit sensibler Haut können die negativen Folgen eines solchen Facials länger anhalten. Statt einem gesund rosigen Teint kann die Gesichtshaut auf längere Zeit auch heftig gerötet sein. Es gibt aber andere Möglichkeiten der Exfoliation. Anstelle eines mechanischen Peelings können Sie regelmäßig zu einem chemichen Exfoliator mit Alphahydroxysäuren, Salicylsäure oder Retinol greifen. Auch bei starkem Haarwuchs im Gesicht wird Dermaplaning nicht empfohlen, da es nach einer Behandlung oft zu eingewachsenen Härchen kommen kann, die dann zu schmerzhaften Pickeln werden. Hier wird stattdessen das Wachsen der Gesichtshaut empfohlen, um den unliebsamen Flaum effektiv zu beseitigen.

Von:
Online Redaktion
22. Dezember 2020