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Treatment

Implantate aus dem 3D-Drucker – Wir informieren

Credit: iStock

3D-Techniken haben die Medizin revolutioniert. Ob Orthesen, Prothesen oder Zahnersatz – ein 3D-Drucker kann vielfältig eingesetzt werden. eternal Beauty informiert über die innovativsten Verfahren. 

Die Idee des 3D-Drucks entstand bereits in den 1980ern und hat sich seitdem rasant weiterentwickelt. Anfang der 2000er hat man besonders im medizinischen Bereich Erfolge mit der damals noch neuartigen Technik erzielen können: einem Menschen wurde zum ersten Mal ein 3D-gedrucktes Organ transplantiert. Es folgten gedruckte Beinprothesen und Blutgefäße. Bis heute befinden sich 3D-Technologien auf einem Siegeszug – immer mehr Materialien können in einer immer besser werdenden Qualität mit einem 3D-Drucker hergestellt werden. 

So werden 3D-Drucker in der Dentalmedizin verwendet 

Jede moderne Zahnarztpraxis arbeitet mittlerweile mit digitalen Technologien – sei es beim Röntgen oder zur Planung und Bildgebung bei Eingriffen. 3D-Druck und 3D-Plotting sind weitere bereits etablierte Verfahren der Dentaltechnik. Mit diesen neuen Technologien ist ein schneller und kostengünstigerer Arbeitsprozess bei gleichbleibender oder sogar besserer Qualität möglich. Normalerweise wird ein Zahnersatz durch Silikonabdrücke, aus denen Gipsmodell gefertigt wird, hergestellt. Techniker stellen auf diese Weise unter anderem personalisierte Kronen oder Brücken her, aber der Feinschliff wird trotzdem noch von Ihrem Zahnarzt oder Ihrer Zahnärztin übernommen. Wenn jedoch gefräst oder etwas eingegossen werden muss, geht viel Zeit, Geld und Material verloren. Mit dem 3D-Druck kann man diese Probleme umgehen. Dank Oralscanner kann auf Gipsmodelle und Silikonabdrücke verzichtet werden und der Zahnersatz wird mit einem Printer direkt in der eigenen Praxis gedruckt. Ein 3D-Drucker kann in zwei bis drei Stunden über 70 Teile kreieren, für einen Menschen wäre das undenkbar. 

Trend für die Zukunft: 3D-Brustimplantate? 

Aber nicht nur in der Zahnmedizin kommen 3D-Printer zum Einsatz. Startups aus Deutschland und Frankreich arbeiten bereits an gedruckten Brustimplantaten – ein Hoffnungsschimmer für viele Krebspatientinnen. Die Unternehmen BellaSeno und Lattice Medical testen Implantate aus biologisch abbaubarem Kunststoff, die als durchlässiges Gerüst aufgebaut sind. Implantate dieser Art helfen bei einem natürlichen Wiederaufbau der Brust, indem in diese Eigenfettgewebe injiziert wird. Das eingesetzte Implantat löst sich nach etwa ein bis zwei Jahren auf, während das eingespritzte Gewebe heranwächst. Großer Vorteil der 3D-Implantate ist, dass diese nicht wie Silikonimplantate repariert oder ausgetauscht werden müssen. Ob sich die Methode durchsetzt, wird sich in den nächsten Jahren zeigen. 

Von:
eternal Beauty Redaktion
15. Mai 2021