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Superfood

Topinambur: besser als Kartoffeln?

Von Elma Placo 3. Juli 2021
Credit: Pexels
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Ist das etwa Ingwer? Was auf den ersten Blick tatsächlich so aussieht, ist in Wirklichkeit aber eine ganz andere Knolle. Unter dem Namen Topinambur gehört sie zu den eher unbekannteren Knollengewächsen. Wir zeigen Ihnen, warum Sie Topinambur in Ihre Ernährung integrieren sollten.

Exotische Herkunft

Topinambur – oder auch helianthus tuberosus – ist eine Sonnenblumenart, die aus Nord- und Mittelamerika stammt. Anfang des 17. Jahrhunderts kam sie dann nach Frankreich und wurde dort nach einem indianischen Stamm, den Topinambus, benannt. Heute ist sie unter anderem auch als Indianerkartoffel, Erdbirne oder Kartüffel bekannt. Im 18. Jahrhundert wird Topinambur von der Kartoffel aufgrund von Anbau- und Lagerungsgründen verdrängt. Heute wird die Knolle vor allem in Nordamerika, Russland, Australien und Asien angebaut, aber auch in Deutschland gibt es kleinere Anbaugebiete. Die Knolle wächst unter der Erde; Erntezeit ist im Frühjahr.

Lagerung und Zubereitung

Anders als die Kartoffel kann Topinambur nur rund zwei Wochen gelagert werden, denn sie vertrocknet schnell und verliert ihren leicht nussigen Geschmack. Dafür punktet sie aber bei der Zubereitung, denn während die Kartoffel eine dicke Haut hat und vor dem Verzehr geschält und gekocht oder gebraten werden muss, kann Topinambur direkt nach der Ernte gegessen werden. Natürlich kann aber auch die exotische Knolle auf unterschiedlich Weise zubereitet werden: Roh im Salat, als Püree, in Suppen oder als Pommes-Variante bietet die Knolle vielfältige Möglichkeiten zur Verarbeitung. Zudem ist sie auch in getrockneter Form erhältlich.

Die Vorteile zur Kartoffel

Der große Vorteil von Topinambur ist, dass die Wurzel keine Stärke enthält. Das in der Topinambur enthaltene Inulin ist ein Präbiotikum, welches – anders als Stärke – im Körper nicht in Glukose umgewandelt wird. Der polysaccharide Ballaststoff Inulin passiert unseren Darm, ohne resorbiert zu werden, was dem Blutzuckerspiegel zugutekommt. In 100 Gramm der Knolle stecken rund 16 Gramm Inulin. Weil das Inulin im Darm aufquillt hält es lange satt und stärkt gleichzeitig unsere Darmflora. Die Topinambur besteht zu circa 80 Prozent aus Wasser und enthält nur rund 75 Kalorien auf 100 Gramm. Zusammen mit dem hohem Ballaststoffanteil ist sie ideal, um beim Abnehmen zu unterstützen. Auch an Vitaminen fehlt es Topinambur nicht. Sie liefert Vitamine der B-Gruppe, C und D. Spurenelemente wie Kalium, Eisen und Kupfer machen die exotische Knolle zu einem echten Supergemüse.  

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