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Sustainable Travel – Reisen, aber nachhaltig

Credit: Unsplash

Der Nachhaltigkeitsgedanke spielt heutzutage bei so ziemlich allem, was wir tun, eine Rolle. Im Zuge dessen wird Reisen häufig als verpönt angesehen. Dabei ist nachhaltiger Tourismus gar nicht so unmöglich und kompliziert, wie es sich zuerst anhört. Man sollte nur ein paar Dinge beachten. eternal beauty hat die wichtigsten Tipps zu Sustainable Travel zusammengestellt. 

Was versteht man unter nachhaltigem Reisen?

Nachhaltiges Reisen wird auch sanfter Tourismus genannt und bedeutet Urlaub unter Erfüllung der eigenen touristischen Bedürfnisse aber im Einklang mit Natur, Kultur und Bevölkerung am Zielort. Als Reisender sollte man sich seiner Verantwortung stets bewusst sein und sich als Repräsentant des eigenen Landes verstehen. Das Prinzip Sustainable Travel soll einem nicht den Spaß am Urlauben nehmen, sondern schlicht für bewussteres und achtsames Reisen sorgen, bei dem Umwelt und Bevölkerung des Zielortes nicht zu Schaden kommen, sondern im besten Fall auch vom Tourismus profitieren. 

Die Wahl der Transportmittel

Dass Flugreisen nicht die umweltschonendste Art zu reisen ist, wissen wir alle. Manchmal lässt es sich jedoch kaum vermeiden, wenn man eine Destination besuchen möchte, die anders nicht zu erreichen ist. Ansonsten sind Bahnreisen und Carsharing aber die nachhaltigere Wahl. Für Flugreisen sollte die Faustregel gelten: Je weiter das Ziel weg ist, desto länger sollte dort der Aufenthalt sein. Da bietet es sich auch an, Reiseziele miteinander zu verbinden. Fliegen Sie beispielsweise zuerst nach Rom und reisen Sie dann lieber von dort aus weiter nach Venedig und Sardinien, statt in einer weiteren Reise. 

Viele Fluganbieter bieten auch eine sogenannte CO2-Kompensation an. Dabei wird an anderer Stelle das verbrauchte CO2 eingespart, etwa durch Klimaprojekte. Auch wenn diese Kompensation teilweise umstritten ist, ist das besser als nichts. Was Sie sonst noch tun können? Am Reiseort selbst statt mit dem Mietwagen lieber Zug, Bus, Fahrrad und Carsharing nutzen. Meistens sieht man dadurch auch mehr vom Land selbst. Oder Sie entdecken im Sinne des neuen Trends zu „Mikrotourismus“ Reiseziele in Ihrer Nähe

Mit wenig Gepäck reisen

Beim Gepäck ist Minimalismus angesagt. Versuchen Sie wirklich nur das einzupacken, was Sie wirklich brauchen. Es macht das Reisen nicht nur stressfreier, sondern auch nachhaltiger, denn je mehr und je schwerer das Gepäck, desto höher ist der Treibstoffverbrauch. Ebenso hilft es, möglichst digital zu reisen. Drucken Sie Dokumente wenn möglich nicht aus, sondern führen Sie sie auf dem Smartphone oder Tablet mit sich. Das geht auch offline problemlos und es fällt später weniger Müll an. 

Die passende Unterkunft

Bei der Wahl der Unterkunft können Sie bereits schauen, wie diese zum Thema Nachhaltigkeit steht. Das lässt sich meist schon im Vorfeld über die Webseite und Rezensionen herausfinden. Wie steht es beispielsweise um Müllmanagement, Ressourcenverwertung, lokale und saisonale Lebensmittel oder faire Bezahlung der Mitarbeiter? Bio-Hotels sind hierbei meist die bessere Option, da der Umgang mit Ressourcen hier bewusster geschieht. Ein All-Inclusive-Urlaub bietet sich hingegen nicht an. Damit unterstützen Sie nur die internationale Ketten, aber nicht die einheimische Bevölkerung. 

Müll vermeiden

Nicht in jedem Reiseland ist die Müllverwertung problemlos und nachhaltig möglich. Problematischen Abfall wie beispielsweise Altbatterien sollten Sie dann lieber wieder mitnehmen und Zuhause entsorgen. Ansonsten gilt es, auch im Urlaub überflüssigen Plastikmüll zu vermeiden. Nehmen Sie zum Einkauf Ihre eigene Tasche mit, verzichten Sie auf den Kauf von Lebensmitteln, die umweltfeindlich verpackt sind und verwenden Sie wenn möglich Ihre eigene Trinkflasche. 

Umgang mit Land und Leuten

Auch im Urlaub sollten Sie auf einen sparsamen Umgang mit Ressourcen achten. Schalten Sie Licht und Klimaanlage aus, wenn Sie das Hotelzimmer verlassen und versuchen Sie auch mit Wasser nicht allzu verschwenderisch umzugehen. 

Achten Sie auf Trinkgeld. Nur so stellen Sie sicher, dass das Geld auch bei den Menschen direkt ankommt, die nicht selten auch darauf angewiesen sind und nicht nur bei den Konzernen. 

Der nächste Punkt ist für die meisten von uns selbstverständlich, sollte aber der Vollständigkeit halber hier nochmal erwähnt werden: Selfies und Videos von Einheimischen auf Social Media ohne deren Einverständnis sind ein No-Go. Bei jeder Reise gilt es, die jeweilige Kultur des Gastlandes zu respektieren und sich im Vorfeld schon über Regeln, Sitten und kulturelle Besonderheiten zu informieren.

Aktivitäten beim Reisen

Ein schöner Restaurantbesuch gehört einfach zum Urlaub dazu. Am besten vermeidet man dabei jedoch die großen Ketten und Franchises und besucht lieber lokal geführte Einrichtungen. Dasselbe gilt für das Shopping. Bei lokalen Anbietern zu kaufen, sorgt nicht nur dafür, dass das Geld im Land bleibt und die Bevölkerung vom Tourismus profitiert, es ist auch ein wesentlich authentischeres Reiseerlebnis. 

Eselreiten auf Santorini, Stierkampf in Spanien, Haifischflossensuppe in China — auf Reiseaktivitäten, bei denen Tiere gequält, Menschen ausgebeutet oder die Natur beschädigt wird, sollten Sie definitiv verzichten. 

Siegel als Orientierung

Bei der Planung Ihrer nachhaltigen Reise bieten Siegel wie die Blaue Flagge, TourCert oder Viabono, die nachhaltige Anbieter auszeichnen, eine gute Orientierung. Auf der Webseite des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz finden Sie zudem eine Sammlung von Anbietern und Webseiten zu nachhaltigem Reisen.

Von:
Tamara Draisbach
5. Februar 2023